Esma Redzepova, geboren am 8. August 1943 in Skopje, Mazedonien, wuchs in einer großen Familie als eines von sechs Kindern auf. Der Vater arbeitete schwer als Schuhputzer. Sie assistierte ihm als Kind. Nebenher reinigte sie Treppenhäuser. Es ergab sich, dass sie sich bald als Lieferantin von Schuhcreme für sämtliche Schuhputzer betätigte. Sie war sehr gewitzt und sparte das Fahrgeld für den Bus, indem sie in Windeseile auch lange Strecken zu Fuß zurücklegte. Sie erzählte einst, dass sie oft als „Zigeunerin“ beschimpft wurde, während sie Treppen putzte. Jedoch hatte sie ein ausgeprägtes Selbstbewusstsein. Sie habe sich ihrer selbst nie geschämt. Dies bedeutet jedoch nicht, dass sie die Ausgrenzung nicht verletzte: „Selbst ich, in meiner Jugend als junges Roma-Mädchen, litt unter Diskriminierung. Als ich zum Beispiel in der ersten Klasse war, wollte ein Mädchen nicht neben mir sitzen, weil ich dunkle Haut hatte, weil ich anders war als die anderen. Ich muss sagen, dass ich in meinem Leben als Roma-Sängerin Schwierigkeiten hatte, aber ich versuche immer, diese schlechten Momente zu vergessen und ich versuche mich an die angenehmen Dinge zu erinnern, die mir als Esma Redzepova Teodosievska passiert sind.“(Interview für world music central, 2007).
Mit 13 Jahren begann sie an Gesangwettbewerben teilzunehmen, mit großem Erfolg. Der Vater aber erfuhr erst von ihrer musikalischen Aktivität als der berühmte Stevo Teodosievski bei ihnen zu Hause klopfte und Esma Redzepova einlud, Teil seines Ensembles zu werden. Sie gingen auf Tournee durch das ehemalige Jugoslawien und 1961 bekam sie ihren ersten ausländischen Auftritt in Bulgarien. Sie heiratet den sehr viel älteren Stevo Teodosievski. Sie adoptierten 47 Kinder und eröffnete ein Kinderheim in Mazedonien. Für ihr Engagement wurde sie 2003 für den Friedensnobelpreis nominiert. Sie war eine der bedeutendsten Sängerinnen der Roma-Communities.
Wir sind sehr traurig über ihren Tod am heutigen Tag….

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