Verfolgungsgeschichte
der Rom*nja

In diesem Kurzfilm stellen wir die Verfolgungsgeschichte der Sinte*zza und Rom*nja in Deutschland dar. Der Kurzfilm ist von Sabrina (14 Jahre alt) und Estera (16 Jahre alt) während ihres Praktikums im feministischen Romnja Archiv RomaniPhen in Zusammenarbeit mit der inirromnja erstellt. Berlin, 2017

Lesung Ilona Lagrene

llona Lagrene berichtet in ihrem eindrucksvollem Vortrag aus der Perspektive einer Bürgerrechtlerin, die sich der Erinnerungspolitik verschrieben hat. Als Vorsitzende des Landesverbandes deutscher Sinti und Roma in Baden- Württemberg hat sie gegen viele Widerstände, die Anerkennung der Überlebenden und das öffentliche Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus im Land vorangetrieben.

"Wo wir sprechen können"

Das Gespräch geht den Fragen nach wie und wo Erfahrungen von Diskriminierung am Schnittpunkt von Gender, Sex und Race sprechbar werden können? Die Teilnehmerinnen* gehen von ihren sehr individuellen Reflexionen eigener Lebenserfahrungen und Analysen aus und loten Strategien und Orte des Sprechens in gewaltförmigen, binären, heteronormativen, Weißen, Gadje – Dominanzkulturen aus… „Ich frage mich als nicht-binäre Queer Person of Color , welche eine Flucht- und Exilgeschichte hat ,wo wir ohne Angst vor Weißem Rassismus sprechen können? Ohne Romantisierungen, ohne Maske, ohne Angst, dass unsere Erfahrung und unser Wissen instrumentalisiert werden. Wenn wir sprechen, werden wir sofort als Opfer gesehen! Es geht nicht unbedingt umunsere Worte, was wir gesagt haben, sondern um ihre Opferbilder. Wenn wir nicht sprechen, werden wir sowieso als Opfer dargestellt … Diese Sprachlosigkeit macht uns jeden Tag kaputter …. Aber wo können wir über unsere Erfahrung und unser Wissen sprechen? Wie können wir mit dieser Sprachlosigkeit aufgrund von Rassismus umgehen?“ (Sepehr Masakeni, Berlin, 2016.)

Lesung Anita Awosusi

Die deutsche Sintezza, Bürgerrechtlerin und Autorin Anita Awosusi gibt in ihrem Buch Einblick in ihre Familienbiografie und in die historischen Ereignisse und Nachwirkungen des Nationalsozialismus. Ausgehend von Gesprächen mit ihrem Vater, dem Musiker und Geigenbauer Hermann Weiß, erzählt Awosusi von seinem Leben und Überleben, von Deportation, Zwangsarbeit, sowjetischer Kriegsgefangenschaft und der Rückkehr in die Heimatstadt Karlsruhe. Zugleich reflektiert sie ihre eigene Entwicklung vom Kind der Nachkriegszeit zur Publizistin und aktiven Bürgerrechtlerin der deutschen Sinti und Roma. Awosusis Buch ist ein Stück Zeitgeschichte und belegt eindrucksvoll die Bedeutung, die Überlebenden des Nationalsozialismus und ihren Nachkommen für die Vermittlung historischer Ereignisse zukommt.

Phral mende - Wir über uns

Phral mende – Wir über uns“ ist eine Dokumentation, die Perspektiven von Sinti* und Roma* in Deutschland aufzeigt. Dieser Film ist kein Film ÜBER Sinti* und Roma*, sondern kommt aus der Mitte und beleuchtet eine Bandbreite von Themen wie die Bürgerrechtsbewegung, Erinnerungskultur und Alltagsrassismus. Die Regisseurin, Tayo Awosusi-Onutor, die selbst Sintizza ist, zeigt mit diesem Film die Diversität von Sinti* und Roma* auf und setzt gleichzeitig ein Zeichen gegen Rassismus gegen Sinti* und Roma* und für rassismuskritische Sprache.

Möchten Sie den Film „Phral mende – Wir über uns, gerne bei Ihrer Veranstaltung zeigen? Bitte senden Sie eine email an phralmende(at)tayo-online.de Weitere Informationen zu dem Film finden sich hier.

Romnja* Power Month 2016
IniRromnja meets Generation ADEFRA

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