„Anita Awosusis Anspruch als Familienchronistin, die biographische und historische Erinnerung aufrecht zu erhalten mit der gleichzeitigen Konzentration auf die Menschen der Gegenwart und der Zukunft durchzieht das gesamte Buch und kennzeichnet das Denken und Schaffen der Autorin: ihre Hingabe zur Familie, ihre lebenslange auch berufliche Auseinandersetzung mit den Folgen des Nationalsozialismus und gleichzeitig ihren Mut eigensinnig nach vorne zu blicken.

Sie schafft es beständig die Würdigung der Vergangenheit und die gedankliche Entwicklung einer neuen vielleicht gänzlich anderen Zukunft miteinander in Einklang zu bringen. Dieser Fähigkeit haben wir eine Erzählung zu verdanken, die gleichzeitig eine biographische Schilderung über das vielschichtige Leben und Überleben ihres Vaters, Herman Weiß ist und die andererseits eine einzigartige Perspektive einer engagierten Bürgerrechtlerin im Nachkriegsdeutschland entfaltet. Anita Awosusi erzählt damit eine doppelte Geschichte von Vergangenheit und Gegenwart, von Verfolgung und Widerstand.“ ( Aus dem Vorwort von Isidora Randjelović, 2016 ).

Das Buch erscheint voraussichtlich im März, 2016.
Anita Awosusi,  (Jg. 1956) ist seit 30 Jahren als Aktivistin der Bürgerrechtsarbeit der deutschen Sinti und Roma engagiert. Sie war langjährige Leiterin des Referats Dialog im Dokumentationszentrum der deutschen Sinti und Roma in Heidelberg. Sie ist Herausgeberin mehrerer Publikationen über die Musik der Sinti und Roma und Rassismus in der Jugendkultur. Seit 2015 ist sie engagiert in der IniRromnja*.
Kommentieren nicht möglich.