Die Romani Academy ist ein vierjähriges Projekt, das 2025 begann und 2028 abgeschlossen sein wird, das digitales Lernen mit Präsenzformaten vereint. Unsere hybride Lernplattform bietet einen kollektiven Raum für politische Bildung aus intersektionaler feministischer Romani-Perspektive.
Digitale Lernplattform: Wir entwickeln eine zentrale digitale Bildungsplattform, die flexibles Lernen ermöglicht.
Vielfältige Bildungsinhalte: Unsere Module umfassen Themen wie Intersektionalität, Empowerment, Leadership und rassismuskritische Bildungsarbeit. Besonderer Fokus liegt auf der Geschichte von Bewegung, Engagement und Romani sowie Sinti Selbstorganisierung.
Partizipativer Ansatz: Die Entwicklung erfolgt bedarfsorientiert und generationsübergreifend in enger Zusammenarbeit mit Menschen unserer Communities.
Für wen?
Unser Angebot richtet sich an unsere Communities zur Wissensbewahrung und Wissensweitergabe sowie für Empowerment Arbeit und an alle Pädagog:innen, Bildungseinrichtungen sowie Multiplikator:innen im Bereich intersektionaler bzw. rassismuskritischer Arbeit.
Gestalten Sie mit!
Haben Sie Interesse an der Entwicklung didaktischer Materialien zu bestimmten Themen oder möchten Sie Ihre Erfahrungen in Lerneinheiten einbringen? Teilen Sie mit uns Ihre Perspektiven zu Diskriminierung und Empowerment. Ihre Stimme ist wichtig für die Gestaltung unserer Bildungsarbeit.
Kontaktieren Sie uns gerne!
Wir freuen uns sehr, euch den Beirat der Romani Akademie vorstellen zu dürfen – eine engagierte und vielfältige Gruppe von Expert:innen aus verschiedenen Bereichen unserer Romani-Communities.
Jedes Mitglied bringt einen reichen Erfahrungsschatz, fundiertes Wissen und ein starkes Engagement für soziale Gerechtigkeit, politische Bildung und die Stärkung der Communities mit. Ihre Rolle wird entscheidend sein, um die Ausrichtung unseres Projekts zu gestalten, Orientierung zu geben, Erkenntnisse auszutauschen und die Bedürfnisse und Ziele unserer Communities zu vermitteln.
Wir freuen uns auf die enge Zusammenarbeit mit dem Beirat und darauf, Ihnen in den kommenden Monaten mehr über ihre Beiträge zu berichten.

Anita Awosusi, 1956 in Karlsruhe geboren, ist Aktivistin, Bildungsreferentin und Autorin der Sinti-Community. Sie half beim Aufbau des Dokumentations- und Kulturzentrums Deutscher Sinti und Roma in Heidelberg und engagiert sich für Holocaust-Erinnerung, Geschichte und Empowerment.

PD Dr. Jane Weiß ist Bildungswissenschaftlerin an der Humboldt-Universität Berlin. Sie forscht innerhalb des DFG-Heisenbergprogramms zu (historischen) Bildungserfahrungen von Sintizze und Romnja, transnationaler Wissensproduktion und verbindet Geschichte mit Biografie. Zudem engagiert sie sich in der IniRomnja und dem RomaniPhen e.V. für antirassistische und feministische Perspektiven.

Prof. Dr. Elizabeta Jonuz, Erzieherin, Diplom Sozialpädagogin, Dr. phil. (Soziologie), Professorin für Migration und Internationales/Hochschule Hannover, ehem. Mitglied und Sprecherin der UKA. Seit den 1990er-Jahren engagiert sie sich für Rom:nja in Deutschland und Ex-Jugoslawien, forscht zu Migration, Urbanität und Ethnisierung und ist Mitbegründerin der Zeitschrift Jekh Čhib.

Hajdi Barz ist Bildungsreferentin, Autorin und Aktivistin in Berlin. Seit über 12 Jahren engagiert sie sich in rassismuskritischer Bildungsarbeit, leitet Projekte, entwickelt Materialien und setzt sich für Empowerment, intersektionalen Feminismus und Sichtbarkeit von Rom:nja und Sinti:zze ein. Sie ist Teil der inirromnja und Mitglied des Romaniphen e.V. und im Beirat für Angelegenheiten von Rom:nja und Sinti:zze des Landes Berlin gewählt.

Merfin Demir ist Bildungsreferent und Bürgerrechtsaktivist. Er leitet Projekte zu Empowerment und Rassismus gegen Rom:nja und Sinti:zze und war stellvertretender Vorsitzender des RomArchive. Zudem engagiert er sich in verschiedenen Initiativen gegen Rassismus gegen Rom:nja und Sinti:zze.

Sabina Salimovska engagiert sich für Kinderrechte, Antidiskriminierung und Bildung, insbesondere für Rom:nja Communities in Berlin. Seit 2014 arbeitet sie bei der RAA Berlin und setzt sich dort für bessere Bildungschancen und Teilhabe benachteiligter Romani-Kinder ein.

Miman Jasarovski ist Sozialarbeiter und Aktivist. Er engagiert sich bei With Wings and Roots e.V. und initiierte die Kampagne „Pass(t) uns allen“ für Geburtsrecht-Staatsbürgerschaft. Seine Erfahrungen sind Teil der Bildungsreihe „Miman’s Story“ zu Gadjé-Rassismus.

Kelly Laubinger ist Erzieherin und Aktivistin. Als Geschäftsführerin der Sinti Union Schleswig-Holstein engagiert sie sich für Antirassismus, Empowerment und Erinnerungskultur. Sie setzt sich für Sichtbarkeit von Sinti:zze und Rom:nja sowie gegen Diskriminierung ein.

Estera Iordan, studiert Informatik und arbeit künstlerisch. Ihre Fokus liegt auf digitaler Teilhabe und Empowerment junger Rom:nja. Sie hat Bildungsmaterialien für Sinti:zze und Rom:nja entwickelt und arbeite im Beirat daran, Stimmen von Rom:nja in Bildung, Kunst und Technologie zu stärken.
Im Rahmen der Romani Akademie bauen wir einen bundesweiten Expert:innenpool für politische Bildung aus Romani und Sinti Communities auf. Ziel ist es, community-basierte Perspektiven in der historisch-politischen Bildungsarbeit und der Antidiskriminierungsbildung zu stärken.
Die politischen Bildner:innen in unserem Netzwerk sind für Workshops, Seminare und Vorträge anfragbar. Die jeweiligen Kontaktinformationen finden sich in den Profilen. Der Expert:innenpool wird kontinuierlich ausgebaut und fördert Vernetzung, fachlichen Austausch und gegenseitige Unterstützung.




Mein Name ist Violeta Balog. Ich bin 1987 in Novi Sad, Serbien geboren und lebe seit 1995 in Berlin. Ich bin staatlich anerkannte Erzieherin und studiere momentan Politikwissenschaft.
Seit 2009 engagierte ich mich bei Amaro Drom e.V. in der bundesweiten Jugendarbeit und seit der Gründung von Amaro Foro e. V. 2010 auch in der lokalen Jugendarbeit. Bis heute bin ich als Gründungsmitglied ehrenamtlich im Vorstand von Amaro Foro e. V. aktiv und seit 2014 auch hauptamtlich in verschiedenen community-bildenden Projekten tätig. Seit 2016 leite ich die Dokumentationsstelle Antiziganismus »DOSTA/MIA Berlin«, in der berlinweit antiziganistisch motivierte Vorfälle erfasst und analysiert werden. Aktuell liegen meine Schwerpunkte in der Antidiskriminierungsarbeit: Monitoring und Beratung von Betroffen von Antiziganismus.
Schwerpunkte für Workshops:
Kenan Emin: Vorsitzender des Roma Center e.V. und 2. Vorsitzender des Bundes Roma Verbandes (Dachverband der migrantischen Roma in Deutschland). Gründer und Leiter des bundesweit tätigen Roma Antidiscrimination Network.
Recherchereisen zur Situation abgeschobener Roma, unter anderem nach Serbien, Kosovo und Mazedonien und kriegsgeflüchteter ukrainischer Roma in Polen, Tschechien und Deutschland.
Dokumentarfilm „The Awakening“ über die Situation abgeschobener junger Roma in verschiedenen Ländern, über junge Roma, die in Deutschland von Abschiebung bedroht sind, sowie über den Rechtsruck in Europa.
Allgemeine Arbeit zu diesen Themenbereichen.
Experte für Roma in Comics und deren Einfluss auf die Popkultur.
Themen und Schwerpunkte:
Estera Sara Stan ist eine Romani Aktivisten aus Berlin. Sie ist im feministischen RomaniPhen Archiv aktiv und Vorstandsmitglied im Verein das Kombinat. Sie ist Peer-Trainerin gegen Rassismus an Sinti:zze und Rom:nja, ausgebildete Kuringa bei Forumtheater und studiert Grundschullehramt. Außerdem war sie Preisträgerin von dem Engagementpreis Movers of Tomorrow Award 2024.
Themen:
Peer-Trainerin gegen Rassismus an Sinti:zze und Rom:nja. Schwerpunkt auf Geschichte, Empowerment und Forumtheater
Georgi Ivanov kam 2012 aus Bulgarien im Rahmen eines Europäischen Freiwilligendienstes nach Berlin und engagiert sich seitdem im Berliner Verein Amaro Foro, wo er zunächst in den Bereichen Sozialberatung und Jugendarbeit aktiv war. Seit 2014 leitet er die Anlauf- und Beratungsstelle für EU-Bürger:innen beim Verein und engagiert sich in der politischen Arbeit. Gemeinsam mit seinen Kolleg:innen versucht er, die Herausforderungen von (Neu)Zugewanderten, und vor allem von Rassismus betroffenen Menschen, auf politische und Verwaltungsebene heranzutragen.
Seit 2019 ist er zudem Bildungsreferent bei Amaro Foro e.V. und führt Fortbildungen zum Thema Antiziganismus/Rassismus gegen Sinti:zze und Rom:nja u.a. für Tätige in der Sozialen Arbeit sowie für Mitarbeitenden in Behörden durch.
Georgi Ivanov absolvierte in Bulgarien ein B.A.-Studium in Sozialpädagogik und später sein M.A.-Studium in Sozialmanagement an der Alice Salomon Hochschule in Berlin.
Themen:




Sabina Salimovska ist Pädagogin, Kinderrechtsexpertin und engagiert sich für Bildungsgerechtigkeit für romani Kinder. Seit mehreren Jahren arbeitet sie bei der RAA Berlin e.V. und setzt sich dort für bessere Bildungschancen, Teilhabe sowie Empowerment der romani Kinder ein. Sie gibt Workshops und Fortbildungen über die Bildungssituation der Roma Kinder und Antidiskriminierung.
Themen und Schwerpunkte:
Silas B. R. Kropf, M.A. Organisations- und Personalentwicklung, B.A. Soziale Arbeit, ist deutscher Sinto. Seit über zehn Jahren engagiert sich Silas neben seiner hauptberuflichen Tätigkeit in der Organisationsberatung mit Fokus auf Personalthemen in den Bereichen Rassismus gegen Sinti:zze und Rom:nja, Demokratiebildung und intersektionale Verschränkung von Diskriminierungsformen. Er war Mitglied der Unabhängigen Kommission Antiziganismus im Bundesministerium des Innern und ist derzeit stellv. Mitglied im Beirat der Antidiskriminierungsstelle des Bundes. Darüber hinaus ist er Vorsitzender des Trägervereins Melde- und Informationsstelle Antiziganismus e.V. (MIA). Silas verfügt über eine Ausbildung in systemischer Beratung und ist geprüfter Datenschutzbeauftragter. Er unterrichtet regelmäßig im Rahmen von Lehraufträgen an verschiedenen Hochschulen. Parallel promoviert er am Institut für Erziehungswissenschaften an der Humboldt-Universität zu Berlin.
Themenbereiche/Schwerpunkte:
Joschla Melanie Weiss
Mitgründerin des Rom*nja Theaterkollektives und seines Vereins Kelipen e.V. Joschla ist Diplom Sozialpädagogin mit dem Schwerpunkt Theaterarbeit und absolvierte einen Master in Theaterwissenschaft und eine Schauspielausbildung. Sie interessiert sich für und entwickelt neue Geschichten im Umgang mit transgenerationellem Trauma von Rom*nja und Sintizzi und deren Verworbenheit mit (strukturellem) Rassismus, wie das bewusste Ausklammern von marginalisierter Stimmen. Ihr geht es um die Aufarbeitung, Transformation und Entwicklung neuer starker Frauenrollen für Theaterstücke und Filme
Themenbereiche und Schwerpunkte für mögliche Workshops:
Sie bewegen sich im Spannungsfeld von Darstellender Kunst - Aktivismus - Traumatransformation (echte "Teilhabe" ermöglichen;). Stichworte für mögliche Themen sind: Erinnerungsaktivismus, Neue Geschichten, Aufarbeitung, Entwicklung neuer starker Frauenrollen für Theaterstücke und Filme.
Tayo Awosusi-Onutor ist Sängerin, Autorin und Verlagsinhaberin.
Sie bezeichnet sich selbst als Afro-Sintezza. Ihre Musik interpretiert sie in Englisch, Deutsch und Romanes.
Tayo studierte Germanistik und Multimedia in Heidelberg und Karlsruhe. Sie ist Mitbegründerin von RomaniPhen e.V. und Teil der IniRromnja.
Sie beschäftigt sich mit den Themen Bildung, Geschichte und Bürgerrechtsbewegung.
Tayo engagiert sich darüber hinaus politisch in verschiedenen Communities of Colour.
Schwerpunkte: allgemein Rom:nja und Sinti:zze und die dazugehörigen Themen, Kinder-u. Jugendliteratur

PD Dr. Jane Weiß ist Bildungswissenschaftlerin an der Humboldt-Universität Berlin. Sie forscht innerhalb des DFG-Heisenbergprogramms zu (historischen) Bildungserfahrungen von Sintizze und Romnja, transnationaler Wissensproduktion und verbindet Geschichte mit Biografie. Zudem engagiert sie sich in der IniRomnja und dem RomaniPhen e.V. für antirassistische und feministische Perspektiven.
Themen:

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