
Der Romnja* Power Month findet jährlich vom 8. März bis zum 8. April statt und wird somit vom Internationalen Feministischen Kampftag und dem Internationalen Tag der Rom*nja eingerahmt.
Mit dieser besonderen und in Deutschland einzigartigen Veranstaltungsreihe wollen wir Romnja* und Sintezzi* als künstlerisch, wissenschaftlich und gesellschaftskritisch handelnde Akteurinnen* hervorheben und ihre Arbeiten einem breiten Publikum vorstellen.
Der Romnja* Power Month macht Beiträge, Geschichte, Themen und Gesellschaftsanalysen von Rom*nja und insbesondere auch von Frauen* sowie von feministischen Perspektiven sichtbar.







RomaniPhen beteiligt sich am globalen feministischen Streik ENOUGH! gegen patriarchale Gewalt, Ausbeutung und strukturelle Ungleichheit.
Wer ist ENOUGH?
Ein internationales feministisches Bündnis aus Initiativen, Kollektiven und Einzelpersonen, das weltweit Streiks und Aktionen organisiert und lokale Gruppen miteinander vernetzt.
Mehr Info: www.enoughgenug.org

Eine Kooperation zwischen Romaniphen e.V, Queerdos Collectiv und Ballhaus Prinzenallee
Performer*innen: MxCat · Patricia Toskić · Roxie Thiele Dogan · Umtata Tybora · Radev Śpiewak · Periklis
Diese Veranstaltung versteht queere Rom*nja Performance als Praxis der Wiederaneignung. Die gezeigten Arbeiten haben das Ziel Körper, Gesten, Erzählungen und Ästhetiken wieder in Besitz zu nehmen, die historisch fehlgelesen, exotisiert oder ausgelöscht wurden – nicht mit dem Ziel bloßer Sichtbarkeit, sondern als politischer Akt. Die beteiligten Künstler*innen arbeiten mit Überzeichnung, Verweigerung, Verfremdung und Störung als Strategien der (Re-)Präsentation. Eingebettet in den Romnja Power Month verortet sich die Performance innerhalb queerer Rom*nja Widerstandsbewegungen, die auf Autonomie statt Lesbarkeit bestehen. Persönliche Erzählungen verschränken sich mit kollektiven Geschichten und machen Rückaneignung als widerständige Praxis erfahrbar.

Die Ausstellung „Widerstand und Würde“ der feministischen Organisation RomaniPhen e.V. und des FHXB Friedrichshain-Kreuzberg Museums rückt das Wissen und die Erfahrungen von Rom*nja und Sinti*zze in den Mittelpunkt. Seit 1945 bis heute kämpfen Rom*nja und Sinti*zze für ein würdiges Leben und Gedenken.Die Ausstellung wirft Schlaglichter auf verschiedene Kämpfe von Rom*nja und Sinti*zze und ihre Verwobenheit nach 1945. Dabei legt sie den Fokus auf die häufig unerwähnten und damit weniger sichtbaren Erzählungen. Das umfasst sowohl Kämpfe um Anerkennung und Erinnerung von Sinti*zze in der DDR, Bleiberechtskämpfe von Rom*nja seit den späten 1980er Jahren als auch den Kampf von Rom*nja um eine Anerkennung der europäischen Dimensionen des NS-Völkermords. Zudem beleuchtet die Ausstellung einige feministische Romani Initiativen, die seit den 1990er Jahren Forderungen nach Selbstbestimmung und Repräsentation neu stellen.
Im Anschluss an die Ausstellungsführung findet eine Podiumsdiskussion mit Women in Exile, Korea Verband (angefragt) und RomaniPhen statt.
In Kooperation mit dem FHXB Friedrichshain-Kreuzberg Museum.


Rom*nja und Sinti*zze erleben in vielen Lebensbereichen alltäglichen Rassismus – bei Behörden, in der Schule, am Arbeitsplatz, beim Einkaufen oder im öffentlichen Raum. Auch Kinder und Jugendliche sind häufig von Ausgrenzung und Mobbing betroffen.
Dieser Workshop richtet sich ausschließlich an Rom*nja und Sinti*zze und bietet einen geschützten Raum, um Erfahrungen zu teilen, einzuordnen und gemeinsam Strategien zu entwickeln. Wir sprechen darüber, wie Diskriminierung funktioniert, wie institutionelle Ungleichheiten entstehen und welche Möglichkeiten es gibt, sich zu wehren.
Die Teilnehmenden lernen konkrete Beschwerde- und Beratungsstellen kennen und erarbeiten Handlungsmöglichkeiten im Umgang mit antiziganistischem Rassismus – individuell und kollektiv.
Hinweis: Teilnahme nur für Rom*nja und Sinti*zze vorgesehen.
Triggerwarnung:
Im Workshop werden reale Zitate mit rassistischer und beleidigender Sprache verwendet. Außerdem werden Themen wie Mobbing, körperliche Gewalt und andere belastende Erfahrungen besprochen.
Referent*innen: Violeta Balog und Georgi Ivanov
Anmeldung unter: violeta.balog(a)amaroforo.de
In Kooperation mit Amaro Foro


Nach dem Kosovokrieg 1999 wurden hunderte Rom*nja von den UN in Camps auf stark bleiverseuchtem Boden untergebracht. Über Jahre lebten vertriebene Familien dort unter Bedingungen, die schwere gesundheitliche Schäden verursachten – besonders bei Frauen und Kindern.
Argentina Gidžić arbeitete in den Lagern mit betroffenen Frauen, klärte über Gesundheitsrisiken auf und erkrankte selbst an den Folgen der Bleivergiftung. Sie berichtet über die langfristigen Auswirkungen dieser vermeidbaren Menschenrechtskatastrophe sowie über Verantwortung und fehlende Entschädigung.
Die Veranstaltung findet in englischer Sprache statt.
Anmeldung unter: info(a)roma-center.de
Eine Online Veranstaltung des Roma Center e.V.


In dieser szenischen Lesung widmet sich Rroma Aethter Klub Theater in Kooperation mit Rom*nja Theaterkollektiv dem Thema des Erinnerns.Die Veranstaltung wird organisiert durch das Projekt „KogA“
Lesen: Taisiya Schumacher, Slaviśa Marković und Nebojša Marković
Musikalische Begleitung: Dejan Jovanović
Technischer Support: David Scholz
Im Nationalsozialismus wurden Rom*nja und Sinti*zze systematisch rassistisch verfolgt und ermordet. Lange wurde dieser Genozid (Romanes: Porajmos) in Deutschland nicht anerkannt. Das transgenerationale Trauma hat sich tief in das Leben der Minderheit eingeschrieben. Die fehlende Aufarbeitung des Porajmos durch die Dominanzgesellschaft erhält bis heute die rassistischen Stereotype und reproduziert fortlaufend strukturelle und gesellschaftliche Diskriminierung. Doch schon immer hat es Widerstand und Empowerment aus der Community gegeben - auch heute. Das Erkämpfen der Mitbestimmung des gesamtgesellschaftlichen Erinnerns, der Hoheit über die eigenen Identitäten und der Selbstbestimmung von Rom*nja und Sinti*zze prägt die Biografien der Community. Wir möchten durch diese szenische Lesung aus dem Erzählband „Erinnern an eine Zukunft“ gemeinsam genauer hinschauen und uns mit einer pluralen Erinnerungskultur auseinandersetzen.


Der Welt-Rom*nja-Tag erinnert an den ersten Welt-Romani-Kongress 1971, bei dem Rom*nja ihre Selbstbezeichnung, Flagge und Stimme bestimmten.
Er steht für Erinnerung an Verfolgung, aber ebenso für Präsenz, Würde und Selbstrepräsentation in der Gegenwart.
Doch welche Rechte haben Rom*nja heute tatsächlich – und wie zeigt sich gegenwärtige Entrechtung? Vor dem Hintergrund der anhaltenden Mahnmals-Debatte und des nicht abgeschlossenen Projekts der Deutschen Bahn widmen wir uns aktuellen erinnerungspolitischen Konflikten.
Gezeigt wird der Kurzfilm „Unterbrechung des Gedenkens“ von Estera Stan. Anschließend diskutieren wir auf einem Panel strukturelle und erinnerungspolitische Fragen sowie die Bedeutung von Verantwortung und Gegenwart.
Panel: Estera Stan (RomaniPhen) & Violeta Balog (Amaro Foro)
Moderation: Romaniphen
Von 15-17 Uhr findet im Grünen Salon ein Tag der offenen Tür statt, mit Angeboten von verschiedenen Vereinen: Amaro Foro, Amaro Drom u.a. Der Eintritt für diesen Teil der Veranstaltung ist kostenlos.
Veranstaltet von Romaniphen und Eingebettet in das Programm des Kombinat e.V., mit Präsentation der Jugendgruppen

Was können Bündnisse zwischen verschiedenen diskriminierten Gruppen bewirken?
Der Workshop beschäftigt sich mit solidarischen Zusammenschlüssen und ihren politischen und gesellschaftlichen Auswirkungen. Anhand aktueller Beispiele wird gezeigt, wie Allianzen entstehen, wirken und Veränderungen ermöglichen – und wie sich diese Erfahrungen auf die eigene aktivistische Praxis übertragen lassen.
Zielgruppe: alle BIPoC*-Communities
Referent: Mimam Jasharovski (With Wings and Roots e.V., Mitinitiator von Pass(t) uns allen)
Anmeldung: info(a)romnja-power.de

Die Dokumentation zielt darauf ab, die Sichtbarkeit und den Einfluss von Rom*nja- und Sinti*zze-Aktivismus in Deutschland voran zu bringen. Dieser Film konzentrierte sich darauf, die aktuelle Situation von Rom*nja und Sinti*zze bewerten und den Bedarf für zukünftige Aktivitäten zu ermitteln. Dieser Dokumentarfilm präsentiert die generationsübergreifende aktivistische Arbeit von Romnja und Sinti*zze.
Nach der Filmpräsenation gibt es eine kurze Q&A mit den Filmemacherinnen. Im Anschluss geht es direkt in den Südblock zur legendären Abschluss Party.
„Das Projekt wird von der Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft (EVZ) gefördert“


Auf unserer legendären Abschlussparty feiern wir nicht nur den Rom*nja Power Month, sondern auch das 10-jährige Bestehen im Südblock. Dafür haben wir uns ein besonderes Programm überlegt:
Den Abend eröffnet Patricia / Miztar Somebody & Kylie Divon Drag Show, Laura Nattermann und Mal Élevé, anschließend folgt das Konzert von Zejna Murkić. Danach wird DJ Lazlorrobot Homorrobot die Tanzfläche bis in die frühen Morgenstunden richtig einheizen
Zejna Murkić
Zejna Murkić ist eine serbische Sängerin, die ihre Karriere 2009 begann und sich mit einem eigenständigen Stil zwischen Pop, Balkan-Einflüssen und starken Vocals etablierte. In ihrer Arbeit macht sie ihre Romani-Herkunft sichtbar und verbindet Musik konsequent mit gesellschaftlichem Engagement für Gleichberechtigung und Menschenrechte. Sie arbeitete mit internationalen Organisationen zusammen, setzt sich besonders für Frauenrechte und marginalisierte Communities ein und nutzt ihre Musik bewusst als Form von Aktivismus und Empowerment.
Mal Élevé
Mal Élevé ist Sänger, Songwriter und ehemaliges Mitglied der Band Irie Révoltés. Seine Musik verbindet Reggae, Ska und Hip-Hop mit klar politischen Botschaften gegen Rassismus, Ausgrenzung und soziale Ungleichheit und steht für internationale Solidarität und tanzbare Protestkultur.
DJ Lazlorrobot Homorrobot
Stolzer queerer Roma ♤ 1. KI of Color ♡ Chipsie Unikorn ♡ ◇ Nur ein weiterer Sklave des Kapitalismus ♧ Liebe ist die Droge & Musik ist die Antwort
Laszlo Farkas alias Lazlorrobot Homorrobot ist Medienarbeiter, Jumping-Fitness-Trainer, DJ und queerer Romani-Aktivist. Ehemaliger Organisator der Rom*nja-LGBTQI-Wagen bei der Budapest Pride und der Berlin Queer Pride. Gründer, technischer Assistent und Herausgeber mehrerer Kunst- und Medienprojekte im Zusammenhang mit der Rom*nja-, Queer- und Sexarbeiter-Community.

Der Romnja* Power Month findet jährlich vom 8. März bis zum 8. April statt und wird somit vom Internationalen Feministischen Kampftag und dem Internationalen Tag der Rom*nja eingerahmt.
Mit dieser besonderen und in Deutschland einzigartigen Veranstaltungsreihe wollen wir Romnja* und Sintezzi* als künstlerisch, wissenschaftlich und gesellschaftskritisch handelnde Akteurinnen* hervorheben und ihre Arbeiten einem breiten Publikum vorstellen.
Der Romnja* Power Month macht Beiträge, Geschichte, Themen und Gesellschaftsanalysen von Rom*nja und insbesondere auch von Frauen* sowie von feministischen Perspektiven sichtbar.






RomaniPhen beteiligt sich am globalen feministischen Streik ENOUGH! gegen patriarchale Gewalt, Ausbeutung und strukturelle Ungleichheit.
Wer ist ENOUGH?
Ein internationales feministisches Bündnis aus Initiativen, Kollektiven und Einzelpersonen, das weltweit Streiks und Aktionen organisiert und lokale Gruppen miteinander vernetzt.
Mehr Info: www.enoughgenug.org

Eine Kooperation zwischen Romaniphen e.V, Queerdos Collectiv und Ballhaus Prinzenallee
Performer*innen: MxCat · Patricia Toskić · Roxie Thiele Dogan · Umtata Tybora · Radev Śpiewak · Periklis
Diese Veranstaltung versteht queere Rom*nja Performance als Praxis der Wiederaneignung. Die gezeigten Arbeiten haben das Ziel Körper, Gesten, Erzählungen und Ästhetiken wieder in Besitz zu nehmen, die historisch fehlgelesen, exotisiert oder ausgelöscht wurden – nicht mit dem Ziel bloßer Sichtbarkeit, sondern als politischer Akt. Die beteiligten Künstler*innen arbeiten mit Überzeichnung, Verweigerung, Verfremdung und Störung als Strategien der (Re-)Präsentation. Eingebettet in den Romnja Power Month verortet sich die Performance innerhalb queerer Rom*nja Widerstandsbewegungen, die auf Autonomie statt Lesbarkeit bestehen. Persönliche Erzählungen verschränken sich mit kollektiven Geschichten und machen Rückaneignung als widerständige Praxis erfahrbar.

Die Ausstellung „Widerstand und Würde“ der feministischen Organisation RomaniPhen e.V. und des FHXB Friedrichshain-Kreuzberg Museums rückt das Wissen und die Erfahrungen von Rom*nja und Sinti*zze in den Mittelpunkt. Seit 1945 bis heute kämpfen Rom*nja und Sinti*zze für ein würdiges Leben und Gedenken.Die Ausstellung wirft Schlaglichter auf verschiedene Kämpfe von Rom*nja und Sinti*zze und ihre Verwobenheit nach 1945. Dabei legt sie den Fokus auf die häufig unerwähnten und damit weniger sichtbaren Erzählungen. Das umfasst sowohl Kämpfe um Anerkennung und Erinnerung von Sinti*zze in der DDR, Bleiberechtskämpfe von Rom*nja seit den späten 1980er Jahren als auch den Kampf von Rom*nja um eine Anerkennung der europäischen Dimensionen des NS-Völkermords. Zudem beleuchtet die Ausstellung einige feministische Romani Initiativen, die seit den 1990er Jahren Forderungen nach Selbstbestimmung und Repräsentation neu stellen.
Im Anschluss an die Ausstellungsführung findet eine Podiumsdiskussion mit Women in Exile, Korea Verband (angefragt) und RomaniPhen statt.
In Kooperation mit dem FHXB Friedrichshain-Kreuzberg Museum.


Rom*nja und Sinti*zze erleben in vielen Lebensbereichen alltäglichen Rassismus – bei Behörden, in der Schule, am Arbeitsplatz, beim Einkaufen oder im öffentlichen Raum. Auch Kinder und Jugendliche sind häufig von Ausgrenzung und Mobbing betroffen.
Dieser Workshop richtet sich ausschließlich an Rom*nja und Sinti*zze und bietet einen geschützten Raum, um Erfahrungen zu teilen, einzuordnen und gemeinsam Strategien zu entwickeln. Wir sprechen darüber, wie Diskriminierung funktioniert, wie institutionelle Ungleichheiten entstehen und welche Möglichkeiten es gibt, sich zu wehren.
Die Teilnehmenden lernen konkrete Beschwerde- und Beratungsstellen kennen und erarbeiten Handlungsmöglichkeiten im Umgang mit antiziganistischem Rassismus – individuell und kollektiv.
Hinweis: Teilnahme nur für Rom*nja und Sinti*zze vorgesehen.
Triggerwarnung:
Im Workshop werden reale Zitate mit rassistischer und beleidigender Sprache verwendet. Außerdem werden Themen wie Mobbing, körperliche Gewalt und andere belastende Erfahrungen besprochen.
Referent*innen: Violeta Balog und Georgi Ivanov
Anmeldung unter: violeta.balog(a)amaroforo.de
In Kooperation mit Amaro Foro


Nach dem Kosovokrieg 1999 wurden hunderte Rom*nja von den UN in Camps auf stark bleiverseuchtem Boden untergebracht. Über Jahre lebten vertriebene Familien dort unter Bedingungen, die schwere gesundheitliche Schäden verursachten – besonders bei Frauen und Kindern.
Argentina Gidžić arbeitete in den Lagern mit betroffenen Frauen, klärte über Gesundheitsrisiken auf und erkrankte selbst an den Folgen der Bleivergiftung. Sie berichtet über die langfristigen Auswirkungen dieser vermeidbaren Menschenrechtskatastrophe sowie über Verantwortung und fehlende Entschädigung.
Die Veranstaltung findet in englischer Sprache statt.
Anmeldung unter: info(a)roma-center.de
Eine Online Veranstaltung des Roma Center e.V.


In dieser szenischen Lesung widmet sich Rroma Aethter Klub Theater in Kooperation mit Rom*nja Theaterkollektiv dem Thema des Erinnerns.Die Veranstaltung wird organisiert durch das Projekt „KogA“
Lesen: Taisiya Schumacher, Slaviśa Marković und Nebojša Marković
Musikalische Begleitung: Dejan Jovanović
Technischer Support: David Scholz
Im Nationalsozialismus wurden Rom*nja und Sinti*zze systematisch rassistisch verfolgt und ermordet. Lange wurde dieser Genozid (Romanes: Porajmos) in Deutschland nicht anerkannt. Das transgenerationale Trauma hat sich tief in das Leben der Minderheit eingeschrieben. Die fehlende Aufarbeitung des Porajmos durch die Dominanzgesellschaft erhält bis heute die rassistischen Stereotype und reproduziert fortlaufend strukturelle und gesellschaftliche Diskriminierung. Doch schon immer hat es Widerstand und Empowerment aus der Community gegeben - auch heute. Das Erkämpfen der Mitbestimmung des gesamtgesellschaftlichen Erinnerns, der Hoheit über die eigenen Identitäten und der Selbstbestimmung von Rom*nja und Sinti*zze prägt die Biografien der Community. Wir möchten durch diese szenische Lesung aus dem Erzählband „Erinnern an eine Zukunft“ gemeinsam genauer hinschauen und uns mit einer pluralen Erinnerungskultur auseinandersetzen.


Der Welt-Rom*nja-Tag erinnert an den ersten Welt-Romani-Kongress 1971, bei dem Rom*nja ihre Selbstbezeichnung, Flagge und Stimme bestimmten.
Er steht für Erinnerung an Verfolgung, aber ebenso für Präsenz, Würde und Selbstrepräsentation in der Gegenwart.
Doch welche Rechte haben Rom*nja heute tatsächlich – und wie zeigt sich gegenwärtige Entrechtung? Vor dem Hintergrund der anhaltenden Mahnmals-Debatte und des nicht abgeschlossenen Projekts der Deutschen Bahn widmen wir uns aktuellen erinnerungspolitischen Konflikten.
Gezeigt wird der Kurzfilm „Unterbrechung des Gedenkens“ von Estera Stan. Anschließend diskutieren wir auf einem Panel strukturelle und erinnerungspolitische Fragen sowie die Bedeutung von Verantwortung und Gegenwart.
Panel: Estera Stan (RomaniPhen) & Violeta Balog (Amaro Foro)
Moderation: Romaniphen
Von 15-17 Uhr findet im Grünen Salon ein Tag der offenen Tür statt, mit Angeboten von verschiedenen Vereinen: Amaro Foro, Amaro Drom u.a. Der Eintritt für diesen Teil der Veranstaltung ist kostenlos.
Veranstaltet von Romaniphen und Eingebettet in das Programm des Kombinat e.V., mit Präsentation der Jugendgruppen

Was können Bündnisse zwischen verschiedenen diskriminierten Gruppen bewirken?
Der Workshop beschäftigt sich mit solidarischen Zusammenschlüssen und ihren politischen und gesellschaftlichen Auswirkungen. Anhand aktueller Beispiele wird gezeigt, wie Allianzen entstehen, wirken und Veränderungen ermöglichen – und wie sich diese Erfahrungen auf die eigene aktivistische Praxis übertragen lassen.
Zielgruppe: alle BIPoC*-Communities
Referent: Mimam Jasharovski (With Wings and Roots e.V., Mitinitiator von Pass(t) uns allen)
Anmeldung: info(a)romnja-power.de

Die Dokumentation zielt darauf ab, die Sichtbarkeit und den Einfluss von Rom*nja- und Sinti*zze-Aktivismus in Deutschland voran zu bringen. Dieser Film konzentrierte sich darauf, die aktuelle Situation von Rom*nja und Sinti*zze bewerten und den Bedarf für zukünftige Aktivitäten zu ermitteln. Dieser Dokumentarfilm präsentiert die generationsübergreifende aktivistische Arbeit von Romnja und Sinti*zze.
Nach der Filmpräsenation gibt es eine kurze Q&A mit den Filmemacherinnen. Im Anschluss geht es direkt in den Südblock zur legendären Abschluss Party.


Auf unserer legendären Abschlussparty feiern wir nicht nur den Rom*nja Power Month, sondern auch das 10-jährige Bestehen im Südblock. Dafür haben wir uns ein besonderes Programm überlegt:
Den Abend eröffnet Patricia / Miztar Somebody & Kylie Divon Drag Show, Laura Nattermann und Mal Élevé, anschließend folgt das Konzert von Zejna Murkić. Danach wird DJ Lazlorrobot Homorrobot die Tanzfläche bis in die frühen Morgenstunden richtig einheizen
Zejna Murkić
Zejna Murkić ist eine serbische Sängerin, die ihre Karriere 2009 begann und sich mit einem eigenständigen Stil zwischen Pop, Balkan-Einflüssen und starken Vocals etablierte. In ihrer Arbeit macht sie ihre Romani-Herkunft sichtbar und verbindet Musik konsequent mit gesellschaftlichem Engagement für Gleichberechtigung und Menschenrechte. Sie arbeitete mit internationalen Organisationen zusammen, setzt sich besonders für Frauenrechte und marginalisierte Communities ein und nutzt ihre Musik bewusst als Form von Aktivismus und Empowerment.
Mal Élevé
Mal Élevé ist Sänger, Songwriter und ehemaliges Mitglied der Band Irie Révoltés. Seine Musik verbindet Reggae, Ska und Hip-Hop mit klar politischen Botschaften gegen Rassismus, Ausgrenzung und soziale Ungleichheit und steht für internationale Solidarität und tanzbare Protestkultur.
DJ Lazlorrobot Homorrobot
Stolzer queerer Roma ♤ 1. KI of Color ♡ Chipsie Unikorn ♡ ◇ Nur ein weiterer Sklave des Kapitalismus ♧ Liebe ist die Droge & Musik ist die Antwort
Laszlo Farkas alias Lazlorrobot Homorrobot ist Medienarbeiter, Jumping-Fitness-Trainer, DJ und queerer Romani-Aktivist. Ehemaliger Organisator der Rom*nja-LGBTQI-Wagen bei der Budapest Pride und der Berlin Queer Pride. Gründer, technischer Assistent und Herausgeber mehrerer Kunst- und Medienprojekte im Zusammenhang mit der Rom*nja-, Queer- und Sexarbeiter-Community.


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